• Das Riese & Müller CHARGER Konzept

    Das Riese & Müller CHARGER Konzept
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    E-Bike Experte Erhard Mott testet den Riese & Müller CHARGER
    E-Bike Experte Erhard Mott testet den Riese & Müller CHARGER

Die Riese & Müller blueLABEL CHARGER E-Bike Familie

Riese & Müller CHARGER Touring 10-Gang | Farbe Gulf
R&M CHARGER Touring 10-Gang
Riese & Müller CHARGER Mixte Touring 10-Gang | Farbe Weiß
R&M CHARGER Mixte Touring 10-G
Riese & Müller CHARGER NuVinci | Farbe Weiß
R&M CHARGER NuVinci
Riese & Müller CHARGER Mixte NuVinci | Farbe Mattschwarz
R&M CHARGER Mixte NuVinci
Riese & Müller CHARGER GS NuVinci | Farbe Gulf
R&M CHARGER GS NuVinci
Riese & Müller CHARGER GS Mixte NuVinci | Farbe Mattschwarz
R&M CHARGER GS Mixte NuVinci

Die Namensherkunft CHARGER

Auf den ersten Blick sehen die blueLABEL CHARGER Modelle ungewohnt aus: das steil abfallende, querovalisierte Oberrohr, welches sich geradlinig in die beiden Sattelrohrstreben verzweigt und die Kräfte bis zu den Ausfallenden des Hinterrades leitet. Die großvolumige 29" Bereifung mit Straßen oder Geländeprofil oder in der Bigfoot Variante. Auch der Modellname "CHARGER" bringt einen ins Grübeln. Zu dem Wort "CHARGER", zu Deutsch "Lader oder Ladegerät", fällt einem keine Verbindung ein. Doch es gibt einen Grund für die Namensbezeichnung: In den 1980er Jahren diente Charger als Bezeichnung der Coupé-Version amerikanischer V 8 muscle cars, also aufgemotzten, galloneweise saufenden US-Schlitten. Das schräg abfallenden Fließheck ist besonders charakteristisch und erinnert an das ebenso schräg abfallende Oberrohr des blueLABEL CHARGER - verstanden?! :-)

Entwicklung Riese & Müller CHARGER

Zuerst kommt die Idee, dann die Konstruktion...
Zuerst kommt die Idee, dann die Konstruktion...
...dann die Wirklichkeit. Das starke Lenkkopflager des Charger verleiht ungeahnte Fahrstabilität
...dann die Wirklichkeit. Das starke Lenkkopflager des CHARGER verleiht ungeahnte Fahrstabilität
der optionale Zahnriemenantrieb ist an einem Stück gefertigt und kann zur Montage nicht geöffnet werden. Die einzige Lösung ist die hochgezogene Kettenstrebe oder elevated chainstay genannt.
Der Gates Carbon-Zahnriemen ist derzeit die innovativste Antriebslösung für E-Bikes mit Mittelmotor. Siehe Seite NuVinci

Der Rahmen ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal eines E-Bike. Die Rahmengeometrie und das Material entscheiden, wie sich das E-Bike fährt. Sitzposition, Kurvenverhalten, Geradeauslauf, Fahrstabilität usw.

Der blueLABEL CHARGER ist in der E-Bike Welt eine der ganz großen Neuentwicklungen der letzten 10 Jahre. Von Grund auf neu wurden die CHARGER-Modelle CAD konstruiert, die Handschrift der beiden Technikingenieure Markus Riese und Heiko Müller ist unverkennbar. Optimiert wurden leichtes Gewicht mit höchster Fahrstabilität, denn die CHARGER sollen universelle E-Bikes mit maximaler Leistung sein. Sowohl die 25 km/h Pedelec Varianten als auch die 45 km/h Modelle verfügen über den bärenstarken BOSCH Performance Antrieb und Shimano Scheibenbremsen, die aus hohen Geschwindigkeiten sicher entschleunigen.

Damit der Antrieb mit einem verschleißarmen Zahnriemen ausgestattet werden kann, wurde eine innovative, mit Torx-Werkzeug einstellbare, Kettenspannvorrichtung konstruiert. Diese Technik kennt man auch von Motorrädern. Damit lässt sich auch der Gates Carbon Zahnriemen - wenn auch sehr selten - exakt spannen. Die hochgezogene Kettenstrebe ist für einen jungen E-Biker ungewöhnlich, nicht aber für die alten Hasen. Schon in den 80ern wurde mit der elevated chainstay verhindert, dass bei starken Erschütterungen im Gelände die Kette auf die Strebe aufschlägt. Mit dieser Rahmenkonstruktion und Antriebstechnik lässt sich der blueLABEL CHARGER Mountain mit jedem anderen E-Mountainbike im Gelände messen... 

Der Rahmen bietet aber noch mehr Innovation: Die drei unterschiedlichen Rahmengrößen S -M -L verändern sich nicht durch die unterschiedliche Sattelrohr- sondern in der Rahmenlänge. Durch die kompakte Bauform ist der Rahmen extrem verwindungssteif, das überdimensionierte Sattelrohr mit 34,8 mm Durchmesser bildet die solide Rahmenverlängerung. Die Frage nach dem Geschlecht, welches damit fahren soll, erübrigt sich demnach; die Technik und Konstruktion des CHARGER unterliegt rein technischen Lösungen. Überdimensioniert erscheint das Lenkkopflager, jedoch beeindruckt gerade bei der ersten, schnellen Fahrt auf groben Feldwegen die erstklassigen Fahreigenschaften, die einem Motorrad gleich kommen.

Seit 2015 wurde die CHARGER Familie um den Mixte Rahmen erweitert, der mittlerweile bei Damen und Herren gleichermaßen großen Zuspruch erfährt.

Die Shimano Deore Scheibenbremsen und einstellbare, arretierbare Suntour Federgabel mit 100mm Federweg sind für sportlichen Einsatz entwickelt. Ebenso der auf 31,8mm aufgebaucht, ergonomische Lenkerbügel.

Unterschiedliche Modelle, immer als Basis der CHARGER Rahmen und BOSCH Performance Antrieb, entfalten sich für viele Einsatzbereiche: Mit NuVinci, 10-Gang Kettenschaltung, Ketten- oder Riemenantrieb, als Offroad, Touren und Mountain-Bike mit Geländebereifung.

Test Riese & Müller CHARGER GT45 HS

Test Riese & Müller CHARGER Mountain

E-Bike Experte Erhard Mott testet Riese & Müller blueLABEL CHARGER

Im März 2014 testete ich den brandneuen CHARGER touring mit NuVinci Schaltung. Bei Kaiserwetter startete ich von Lauda aus in östliche Richtung, weg von Autostraßen und Radwegen...
Im März 2014 testete ich den brandneuen CHARGER touring mit NuVinci Schaltung. Bei Kaiserwetter startete ich von Lauda aus in östliche Richtung, weg von Autostraßen und Radwegen...
...begleitet von meinen Fotografen und E-Bike Freunden Edgar und Martina...
...begleitet von meinen Fotografen und E-Bike Freunden Edgar und Martina...
...denn meist stehe ich hinter der Kamera und fehle auf den Bildern...
...denn meist stehe ich hinter der Kamera und fehle auf den Bildern...
...mit der Dämmerung wurde es auch spürbar kälter...
...mit der Dämmerung wurde es auch spürbar kälter...
...was uns nicht von spektakulären Bildern vor der Achatiuskapelle in Grünsfeldhausen abhielt!
...was uns nicht von spektakulären Bildern vor der Achatiuskapelle in Grünsfeldhausen abhielt!

Die Testfahrt mit dem CHARGER führt aus dem Taubertal auf die Höhe von Messelhausen. Bereits an der noch geringen Steigung durch Marbach spüre ich keine Verringerung der Geschwindigkeit, der ungewöhnlich starke BOSCH Performance-Antrieb verteilt das hohe Drehmoment über den gesamten Geschwindigkeitsbereich. So bleibt der sportliche Fahrstil über 20 km/h das reinste Kinderspiel, selbst im ECO-Modus. Immer wieder staune ich, wie wenig der Antrieb Energie verbraucht und trotzdem sportlich, schnelle Leistung bietet. Auf der langgezogenen, steilen Strecke nach Hof Stetten tippe ich auf dem ergonomisch angebrachten Bedienelement die Leistungsstufen Eco - Tour - Sport bis zum Turbo-Modus durch, einhergehend mit leichtem Verdrehen des NuVinci-Schaltgriffs. Die sehr dezente, exakte Wahl der idealen Trittfrequenz in Verbindung mit eigener Tretkraft und Motorunterstützung begeistern mich. Oben auf der Höhe geht es rechts weg über Feldwege nach Messelhausen. Hurra, volle Pulle runter. Bei 50 km/h trete ich noch immer kräftig mit!

Die Sitzposition sowohl bergauf, bergab als auch auf ebener Strecke ist immer locker und entspannt. Die breiten Griffe stützen meine Handflächen, der Lenker ist eher bequem hoch als zu niedrig - gut für mich, ich bin auch nicht mehr der Allerjüngste. Die breiten Reifen dämpfen in Verbindung mit dem komfortablen Sportsattel so gut die Bodenunebenheiten, dass ich kein Verlangen zu einer gefederten Sattelstütze verspüre.

Von Messelhausen fliege ich förmlich nach Vilchband. Da ich jetzt weiß, wie stark der Turbo-Modus unterstützt, fahre ich doch lieber im sparsamen Eco und Tour Bereich. In Vilchband schaue ich beim Motorrad-Flo vorbei. Schön, dass jeder seine Leidenschaft pflegt und den anderen nicht von seinem überzeugen muss. Mir gefallen seine nostalgischen Royal Enfields, möchte aber keine Sekunde gegen mein E-Bike tauschen.

Aus Vilchband geht's wieder hoch und dann, ein genussvoller Blick in die weite Frühlingslandschaft, wieder abwärts mit vollem Zahn nach Wittighausen. Der sehr steile Ortsverbindungsweg nach Poppenhausen hat es in sich. Ob die kleinste Stufe der NuVinci-Schaltung ausreicht, hoch zu kommen? Keine Frage, im Turbo-Modus presche ich hoch wie mit einem gefühlten 5PS Moped, einfach unglaublich. Die Nebenstrecke kennt fast kein Radler, weil zu anstrengend. Ich genieße jetzt die mobile Freiheit, die frühlingshafte Sonne, frische Luft und eine Fahrleistung, welche die Motorradambitionen meiner Jugend Vergangenheit sein lässt.

Am Wenedelinshof sage ich kurz hallo und weiter geht es feldwegig erst runter in Richtung Hof Uhlberg und dann wieder hoch nach Krenzheim. Dort glotzen mich schottische Hochlandrinder an. Jetzt bin ich weit, weit weg von zuhause.

Langsam verliert die Märzensonne an Kraft, Helmmütze aufsetzen und rein in die dicke Fahrradjacke, denn es wird spürbar frisch. Die rasante Strecke führt durchs Grünbachtal nach Paimar - Grünsfeldhausen - Grünsfeld - Gerlachsheim zurück zum warmen Stall in Lauda.

Infocheck: 37 Kilometer, Stromverbrauch 2 von 5 Balken. Ich bin sehr zufrieden.

Beim Schreiben dieses Textes erinnere ich mich an einen alten VW Käfer von Siggi, der auf der Motorklappe einen unverschämten Spruch trug:
"Kann denn Leistung Sünde sein?"

Ihr Erhard Mott

P.S. Ein CHARGER steht als Testrad bei mir im Geschäft...

Charger Teststrecke ausdrucken und nachfahren
Charger Teststrecke ausdrucken und nachfahren